Google startet Project Suncatcher am 1. Oktober mit einem KI-Satelliten

Der erste Orbit-Test ist winzig: vier TPUs, 15 Minuten Laufzeit. Das eigentliche Ziel sind Rechenzentren, für die Google Tausende Satelliten bräuchte.

AI25. September 20262 Min. LesezeitRadarRadar 75

Google schickt am 1. Oktober 2026 ein KI-Rechenzentrum ins All, das kaum größer ist als ein Kühlschrank und vier TPUs trägt. Es ist der erste Test von Project Suncatcher, mit dem der Konzern Rechenleistung für künstliche Intelligenz in den Orbit verlagern will. Mehrere Tech-Medien berichten übereinstimmend über den Starttermin.

Was bekannt ist

Der Start ist für den 1. Oktober 2026 angesetzt. Es handelt sich um den ersten Test des Projekts im Orbit, nicht um ein fertiges Rechenzentrum.

Der Satellit hat in etwa die Größe eines Kühlschranks. An Bord sind vier TPUs, also die KI-Beschleuniger, die Google selbst entwickelt und in seinen Rechenzentren auf der Erde einsetzt.

Die Laufzeit des Tests ist auf 15 Minuten angelegt. Es geht bei diesem Flug also darum, ob die Technik im All überhaupt wie geplant rechnet, nicht um dauerhaften Betrieb.

Dem steht die Größenordnung gegenüber, um die es langfristig geht: Für ein einziges Rechenzentrum mit einem Gigawatt Leistung wären nach den Berichten rund 10.000 Satelliten nötig.

Einordnung

Der Abstand zwischen Test und Ziel ist enorm. Auf der einen Seite steht ein einzelner Satellit mit vier Chips und einer Viertelstunde Rechenzeit, auf der anderen eine Flotte von 10.000 Satelliten für ein Gigawatt. Der Start am 1. Oktober beweist deshalb noch nichts über die Wirtschaftlichkeit von Rechenzentren im Orbit. Er liefert erst die Grundlage, um diese Frage mit echten Messdaten statt mit Modellrechnungen zu stellen.

Spannend ist das Projekt, weil KI-Rechenzentren auf der Erde an Grenzen stoßen: Strom, Fläche und Kühlung sind begrenzt. Der Name Suncatcher verweist auf die Idee dahinter, die Energie für die Rechenarbeit direkt aus dem Sonnenlicht im All zu gewinnen.

Für den Moment bleibt Suncatcher ein Experiment. Dass Google eigene TPUs in den Orbit bringt, zeigt aber, dass der Konzern die Idee über Studien hinaus technisch prüft. Ob daraus eine Infrastruktur wird, hängt davon ab, was die 15 Minuten im All zeigen und wie schnell sich von einem Satelliten auf Tausende skalieren lässt.

Was offen ist

Die vorliegenden Berichte klären nicht, welche Ergebnisse Google nach dem Test veröffentlichen will und wann ein nächster, größerer Flug folgen soll. Ebenso offen ist, mit welchen Kosten eine Flotte von 10.000 Satelliten verbunden wäre und in welchem Zeitraum Google eine solche Größenordnung anstrebt.

Termine

    1. Oktober 2026: Start des ersten Suncatcher-Testsatelliten

Quellen

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