Bitcoin-Gewinne sollen ab 2027 mit 25 Prozent besteuert werden

Die steuerfreie Haltefrist für Kryptowerte soll für Neukäufe fallen. Gleichzeitig weitet sich die Debatte im Bundestag auf Gold aus.

FinanzenRedaktion NEWsLoot14. Oktober 20262 Min. LesezeitRadarRadar 12

Wer ab 2027 Bitcoin kauft, soll Kursgewinne nach den aktuellen Plänen mit 25 Prozent Abgeltungsteuer versteuern, statt sie nach Ablauf einer Haltefrist steuerfrei mitzunehmen. Die Pläne gehen auf Klingbeil zurück und werden im Bundestag beraten. Inzwischen ist in der Debatte auch Gold ein Thema.

Was bekannt ist

Kern der Pläne ist das Ende der Krypto-Haltefrist. Bisher konnten Anleger Gewinne aus Kryptowerten steuerfrei realisieren, wenn sie die Coins lange genug gehalten hatten. Dieser Weg soll für Neukäufe wegfallen.

An die Stelle der Haltefrist tritt nach den Berichten die Abgeltungsteuer mit einem Satz von 25 Prozent. Gelten soll die neue Regel für Käufe ab 2027.

Bestände, die vor diesem Zeitpunkt erworben wurden, sollen nach der Darstellung in den Berichten nicht unter die neue Regel fallen. Für sie bleibt es bei der bisherigen Behandlung.

Die Haltefrist ist inzwischen Gegenstand der Beratungen im Bundestag. Börse Online berichtet, dass dabei nun auch Gold in den Blick gerät.

Einordnung

Die Haltefrist war für viele Privatanleger der Grund, Bitcoin langfristig zu halten statt zu handeln. Fällt sie, verliert das reine Abwarten seinen steuerlichen Vorteil. Kryptowerte rücken damit steuerlich näher an Kapitalerträge heran, für die die Abgeltungsteuer bereits gilt.

Die Ausnahme für Altbestände ist der entscheidende Punkt für alle, die schon investiert sind. Sie schützt Käufe, die im Vertrauen auf die bisherige Regel getätigt wurden. Die Änderung betrifft damit vor allem künftige Entscheidungen, nicht vergangene.

Dass auch Gold in die Diskussion kommt, zeigt, dass es nicht nur um eine Sonderregel für Kryptowerte geht. Die Frage ist, welche Anlagen außerhalb des klassischen Kapitalmarkts künftig steuerfrei bleiben sollen. Welche konkrete Regel für Gold im Raum steht, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.

Für Anleger heißt das zunächst nur: Die Regel für Neukäufe soll sich ändern, die für bestehende Bestände nicht. Eine Empfehlung lässt sich daraus nicht ableiten, solange der Gesetzestext nicht beschlossen ist.

Was offen ist

Die Berichte nennen keinen beschlossenen Gesetzestext und keinen festen Stichtag innerhalb des Jahres 2027. Offen ist auch, ob Zuschläge zur Abgeltungsteuer anfallen und wie Verluste aus Kryptowerten verrechnet werden können. Was genau für Gold geplant ist und ob es dafür einen Entwurf gibt, sagen die Quellen nicht.

Quellen

Weitere Artikel

+neu~bestätigt?RadarRadar 0–100 · Pfeil: Bewegung seit gestern
12:30?

Zehnjährige US-Rendite bei 5,3 Prozent – höchster Stand seit 24 Jahren

Selbst weichere Inflationsdaten bremsen den Anstieg nicht. Höhere Renditen verteuern langfristige Kredite und belasten Märkte von Tokio bis zum Bitcoin.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt bei 5,3 Prozent und damit so hoch wie seit 24 Jahren nicht mehr.
ArtikelDERadar 11Radar
15:31?

Kalifornien verbietet Amtsträgern eigene Memecoins – Newsom unterschreibt

Das Verbot zielt nicht auf den Kryptomarkt, sondern auf die Menschen im Amt. Kalifornien macht Memecoins damit zu einer Frage der Korruptionsbekämpfung.

Kalifornien verbietet Amtsträgern eigene Memecoins. Gouverneur Newsom hat das Gesetz unterzeichnet und nennt es „das Gegenteil von Trump“.
ArtikelDERadar 10Radar

Dazu passt

Alle Reels