Kalifornien verbietet Amtsträgern eigene Memecoins – Newsom unterschreibt
Das Verbot zielt nicht auf den Kryptomarkt, sondern auf die Menschen im Amt. Kalifornien macht Memecoins damit zu einer Frage der Korruptionsbekämpfung.
Wer in Kalifornien ein öffentliches Amt hat, darf keinen eigenen Memecoin mehr herausgeben. Gouverneur Newsom hat das Verbot unterzeichnet, sein Büro hat das am 27. September 2026 öffentlich gemacht. Newsom beschreibt die neue Regel selbst als „das Gegenteil von Trump“.
Was bekannt ist
Das Verbot kommt nicht allein. Laut der Mitteilung aus dem Büro des Gouverneurs hat Newsom mehrere Gesetze gegen Korruption unterzeichnet. Memecoins von Amtsträgern nennt die Mitteilung darin ausdrücklich.
Der Satz vom „Gegenteil von Trump“ ist keine Zuspitzung der Medien. Er steht als Zitat in der Überschrift der offiziellen Mitteilung. Die Landesregierung stellt die Unterschrift damit selbst in einen bundespolitischen Zusammenhang.
Das Krypto-Magazin CoinDesk hat am 28. September 2026 über die Unterschrift berichtet und spricht von einem Memecoin-Verbot. Auch das Portal Coindoo beschreibt die Regel als Verbot von Memecoins durch öffentliche Amtsträger.
Alle drei Quellen stimmen darin überein, wen die Regel betrifft: Personen im öffentlichen Dienst, nicht den Handel mit Memecoins insgesamt.
Einordnung
Bisher wurden Memecoins vor allem als Marktthema diskutiert, also als Kurse, Hypes und Verluste. Kalifornien greift das Thema von einer anderen Seite auf. Das Land regelt nicht den Token, sondern das Verhalten der Menschen, die politische Macht haben. Die Einordnung als Anti-Korruptionsgesetz zeigt, worin der Gesetzgeber das Problem sieht: Ein Amtsträger mit eigenem Coin kann finanziell davon profitieren, dass er bekannt ist oder ein Amt hat.
Für private Anlegerinnen und Anleger beschreiben die Quellen keine neuen Pflichten. Wer Memecoins kauft oder hält, ist nach allem, was bisher bekannt ist, nicht direkt betroffen. Ein Urteil über einzelne Coins oder deren Kurs lässt sich aus der Regel nicht ableiten.
Politisch ist die Unterschrift auch eine Botschaft. Der Gouverneur eines der größten US-Bundesstaaten nennt den Präsidenten selbst in der Überschrift. Damit wird ein Krypto-Thema zu einem Streitpunkt zwischen Kalifornien und Washington.
Was offen ist
Ab wann das Verbot gilt, bestätigen die vorliegenden Quellen nicht mit einem festen Datum. Offen ist auch, ob neben den Amtsträgern Krypto-Plattformen Pflichten bekommen, welche Ämter genau erfasst sind und welche Strafen bei einem Verstoß drohen. Diese Punkte klärt erst der Gesetzestext.




