HBO Max, Paramount+ und Discovery+ werden nach der Warner-Übernahme ein Dienst
Aus drei Streaming-Abos wird eines. Für Kunden heißt das weniger Apps, die Frage nach dem Preis ist aber noch nicht beantwortet.
HBO Max, Paramount+ und Discovery+ sollen künftig nicht mehr als drei getrennte Angebote laufen, sondern als ein einziger Streamingdienst. Das berichten Ars Technica und Engadget nach der Übernahme von Warner durch Paramount. Laut Engadget ist es Skydance, das die Dienste zusammenführen will.
Was bekannt ist
Ars Technica nennt alle drei Marken: HBO Max, Paramount+ und Discovery+ sollen in einem gemeinsamen Dienst aufgehen. Aus drei eigenständigen Angeboten wird damit eines.
Engadget beschreibt den Schritt aus Sicht des neuen Eigentümers. Skydance will HBO Max und Paramount+ zu einem einzigen Streamingdienst verbinden.
Die Tagesschau berichtet über die Übernahme von Warner durch Paramount, die den Rahmen für diesen Schritt bildet. Die Bündelung der Streamingdienste ist eine Folge des Deals, die Kunden direkt im Alltag spüren werden.
Einordnung
Bisher sind HBO Max, Paramount+ und Discovery+ eigenständige Dienste mit eigenen Apps und eigenen Abos. Wer Inhalte aus mehreren dieser Kataloge sehen will, zahlt mehrfach und wechselt zwischen Apps. Ein gemeinsamer Dienst reduziert das auf eine App und ein Konto.
Für den Konzern hat die Zusammenlegung einen klaren Zweck. Ein Dienst mit den Katalogen aus drei Angeboten lässt sich als größeres Paket vermarkten, statt drei kleinere Marken parallel zu betreiben, zu bewerben und technisch zu pflegen.
Für Abonnenten ist die entscheidende Größe der Preis. Ein Dienst, der drei bisherige Kataloge bündelt, dürfte kaum zum Preis des günstigsten Einzelabos angeboten werden. Wer heute nur eines der drei Abos hat, könnte am Ende mehr zahlen als bisher, bekäme dafür aber auch mehr Inhalte. Wer bereits zwei oder drei der Dienste bezahlt, könnte dagegen sparen. Belastbar ist diese Rechnung erst, wenn ein Preis feststeht.
Hinzu kommt der Aufwand der Umstellung: neue App, neues Konto, womöglich neue Zahlungsdaten. Wie reibungslos der Wechsel läuft, hängt davon ab, ob bestehende Abos automatisch übertragen werden oder ob Kunden selbst aktiv werden müssen.
Was offen ist
Bislang sind weder ein Name für den gemeinsamen Dienst noch ein Preis oder ein Starttermin bekannt. Offen ist auch, was mit laufenden Abos von HBO Max, Paramount+ und Discovery+ geschieht und ob die bisherigen Apps eine Übergangszeit lang parallel weiterlaufen. Ebenso fehlt eine Angabe dazu, wann und in welcher Form der gemeinsame Dienst in Deutschland und Österreich verfügbar sein wird.




