Rockstar verbietet für GTA 6 Story-Mods, Map-Mixe und Multiplayer-Mods

Die Richtlinien treffen genau die drei Gattungen von Umbauten, die der Reihe auf dem PC ihr zweites Leben gegeben haben.

Gaming22. September 20262 Min. LesezeitRadarRadar 68

Rockstar untersagt für Grand Theft Auto 6 jeden Mod, der eine eigene Story erzählt, Inhalte aus anderen Teilen der Reihe einmischt oder Multiplayer nachrüstet. Das steht in aktualisierten Modding-Richtlinien, die das Studio als News-Meldung in seinem Steam-Kanal veröffentlicht hat. Die Regeln liegen damit vor, bevor das Spiel auf dem Markt ist.

Was bekannt ist

Die Richtlinien benennen mehrere Arten von Umbauten, die Rockstar nicht akzeptiert:

  • Mods, die neue Storys, Missionen oder Kampagnen hinzufügen
  • Mods, die Karten, Fahrzeuge oder andere Inhalte aus einem GTA-Titel in einen anderen übertragen
  • Mods, die Multiplayer-Funktionen nachrüsten
  • inoffizielle Ports von GTA-Spielen auf andere Engines oder Plattformen

Veröffentlicht hat Rockstar den Text nicht über eine große Ankündigung, sondern über den Nachrichtenkanal der eigenen Steam-Gruppe. Die Berichterstattung hebt zwei Punkte hervor: die Strenge der Formulierungen mit Blick auf Grand Theft Auto 6 und die ausdrückliche Nennung inoffizieller Ports, also Projekte, die ein GTA-Spiel außerhalb der von Rockstar selbst veröffentlichten Fassungen lauffähig machen.

Die vier Punkte hängen zusammen. Wer eine fremde Karte importiert, baut in der Regel auch neue Missionen darauf. Wer einen eigenen Multiplayer aufsetzt, verändert die Netzwerkschicht und damit den Teil des Spiels, an dem Rockstars eigenes Online-Geschäft hängt. Und wer einen Port baut, löst das Spiel von der Plattform, auf der es verkauft wird.

Einordnung

Neu ist weniger das Verbot als die Schriftform. Bislang mussten Modder aus Abmahnungen, Updates und Einzelfällen herauslesen, wo die Grenze verläuft. Jetzt steht sie als Liste da, und zwar vor dem Start und nicht als Reaktion auf ein Projekt, das schon läuft.

Getroffen wird damit ausgerechnet das, was die Modding-Szene der Reihe groß gemacht hat. Eigene Missionspakete, das Zusammenlegen alter und neuer Schauplätze und selbstgebaute Mehrspieler-Modi waren über Jahre die drei Formate, über die Spieler ein fertiges GTA jahrelang weiterbetrieben haben. Die Richtlinien lassen an allen drei Stellen keinen Spielraum.

Für Spieler heißt das zunächst wenig: Ein Regeltext ist kein Patch. Für Projektgruppen heißt es viel. Wer jetzt einen Mod plant, weiß vorher, dass Rockstar diese Kategorie nicht duldet, und kann sich nicht darauf berufen, die Grenze sei unklar gewesen. Das verschiebt das Risiko vom Publisher zum Bastler, bevor die erste Zeile Code geschrieben ist.

Was offen ist

Die Quellen nennen keinen Stichtag, ab dem die Regeln greifen, und keine Frist für Projekte, die bereits in Arbeit sind. Wie Rockstar die Punkte durchsetzt, ob über Plattform-Meldungen, Sperren oder rechtliche Schritte, steht in den Richtlinien nicht. Auch zu bestehenden Mods für ältere Teile der Reihe sagen die vorliegenden Quellen nichts.

Quellen

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