HBO Max, Paramount+ und Discovery+ werden ein einziger Streamingdienst

Aus drei Abos wird eines, doch ein Dienst mit dem Katalog von dreien dürfte kaum zum Preis eines einzelnen zu haben sein.

TechnikRedaktion NEWsLoot7. Oktober 20262 Min. LesezeitRadarRadar 11

HBO Max, Paramount+ und Discovery+ sollen zu einem einzigen Streamingdienst zusammengelegt werden. Das berichten Ars Technica und Engadget im Oktober 2026. Den Rahmen bildet die Übernahme von Warner durch Paramount, über die auch die Tagesschau berichtet.

Was bekannt ist

Nach Angaben von Engadget treibt Skydance den Zusammenschluss voran. Das Unternehmen will HBO Max und Paramount+ unter einem Angebot vereinen, statt die beiden Dienste nebeneinander weiterzuführen.

Ars Technica fasst den Plan weiter und nennt neben HBO Max und Paramount auch Discovery als Teil des gemeinsamen Dienstes. Damit würden drei Marken, die bisher getrennt abonniert werden, in einer App zusammenlaufen.

Die Tagesschau ordnet den Schritt in die Übernahme von Warner durch Paramount ein. Der gemeinsame Streamingdienst ist damit eine Folge des Zusammenschlusses der Konzerne. Für sich allein wäre er kaum denkbar.

Betroffen sind nach den bisherigen Berichten diese Dienste:

  • HBO Max
  • Paramount+
  • Discovery+

Einordnung

Bisher braucht man für die Inhalte dieser Häuser mehrere Konten, mehrere Apps und mehrere Rechnungen. Ein gemeinsamer Dienst räumt das auf. Wer heute zwei oder drei davon parallel bezahlt, hat künftig nur noch ein Abo.

Für den Konzern geht es um mehr als Bequemlichkeit. Drei Apps zu pflegen kostet Geld, und drei kleinere Kundenstämme sind schwerer zu halten als ein großer. Ein Dienst mit einem breiteren Katalog gibt weniger Anlass zur Kündigung, sobald eine einzelne Serie vorbei ist.

Genau hier liegt der Haken für die Kundschaft. Ein Angebot, das die Bibliotheken von drei Diensten bündelt, wird sich kaum am Preis des günstigsten der drei orientieren. Wer bisher nur eines der Abos nutzt, zahlt im neuen Paket womöglich für Inhalte mit, die er nie gesucht hat. Sparen dürften vor allem jene, die heute schon mehrere der Dienste parallel abonniert haben.

Dazu kommt eine Machtfrage am Markt. Mit dem Zusammenschluss sitzen Kataloge, die bisher miteinander konkurriert haben, unter einem Dach. Das verringert die Zahl der Anbieter, zwischen denen Abonnenten wählen können.

Was offen ist

Die Berichte nennen weder einen Preis noch einen Namen oder einen Starttermin für den gemeinsamen Dienst. Offen ist auch, ob bestehende Abos automatisch übergehen und in welchen Ländern das Angebot zuerst startet, also auch, wann und in welcher Form es Deutschland und Österreich erreicht.

Uneinheitlich ist der Umfang: Ars Technica nennt Discovery als Teil des Zusammenschlusses, Engadget spricht nur von HBO Max und Paramount+.

Quellen

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