Kojima erfuhr in einem Zoom-Call, dass Sony Physint stoppt

In seinem ersten Interview seit dem Aus sagt der Entwickler, nichts habe ihn auf Sonys Rückzug vorbereiten können, und dass seine Zuneigung zu PlayStation bleibt.

Gaming22. September 20262 Min. LesezeitRadarRadar 79

Hideo Kojima hat in einem Zoom-Call erfahren, dass Sony das gemeinsame Projekt Physint nicht weiterführt. In seinem ersten Interview seit dem Aus beschreibt er den Moment als Schock und wird mit den Worten zitiert, nichts hätte ihn auf die Entscheidung vorbereiten können, sich von dem Projekt zurückzuziehen. Zugleich sagt er, dass er Sony und PlayStation weiterhin liebe.

Was bekannt ist

Die Nachricht kam nicht in einem Termin vor Ort, sondern in einem Videocall. Kojima schildert, dass Sonys Entscheidung ihn unvorbereitet traf. Seine eigene Formulierung lässt wenig Spielraum: Nichts hätte ihn darauf vorbereiten können, dass der Partner aus dem Projekt aussteigt.

Das Gespräch führte IGN. Es ist Kojimas erstes Interview, seit PlayStation Physint fallen gelassen hat, und darin schildert er, was zwischen ihm und Sony vorgefallen ist.

Trotz des Endes fällt kein hartes Wort über den früheren Partner. Kojima stellt klar, dass seine Zuneigung zu Sony und PlayStation bestehen bleibt. Beides steht damit nebeneinander: der Schock über den Rückzug und die Haltung gegenüber dem Unternehmen, das ihn ausgesprochen hat.

Einordnung

Physint war als Projekt von Kojima Productions mit PlayStation angelegt. Mit dem Rückzug verliert es den Partner, der es tragen sollte. Für Spieler heißt das zunächst schlicht: Es gibt kein Physint, auf das sie auf einer PlayStation warten könnten.

Bemerkenswert ist der Weg der Mitteilung. Eine Absage dieser Größenordnung läuft über einen Videocall, und genau daran macht Kojima den Moment fest, wenn er ihn beschreibt. Für ein Projekt, das mit einer Ankündigung auf der Bühne begann, ist das ein auffällig leiser Abgang.

Ebenso bemerkenswert ist, was Kojima nicht tut. Er hätte die Gelegenheit gehabt, den Bruch öffentlich auszutragen, und nutzt sie nicht. Stattdessen trennt er die Entscheidung vom Unternehmen. Ob dahinter nur Höflichkeit steckt, ob eine Zusammenarbeit an anderer Stelle weiterläuft oder ob beide Seiten schlicht keinen Streit brauchen, geht aus seinen Aussagen nicht hervor.

Was offen ist

Wann der Zoom-Call stattfand und wer daran teilnahm, sagen die Berichte nicht. Auch eine Begründung aus Sonys Sicht fehlt: Warum der Konzern aus Physint ausstieg, beantwortet Kojimas Schilderung nicht. Offen bleibt außerdem, was aus der bereits geleisteten Arbeit wird, ob Kojima Productions das Projekt mit einem anderen Partner fortsetzt und ob der Name Physint dabei bestehen bliebe.

Quellen

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