Steam Frame – Valves VR-Headset startet mit Rekordpreis und verhaltenen Tests

Erste Reviews zu Valves neuem VR-Headset fallen nüchtern aus, während Berichte den hohen Preis auf eine weltweite RAM-Knappheit zurückführen.

Gaming17. September 20262 Min. LesezeitNewsRadar 85

Valve bringt mit dem Steam Frame ein eigenständiges VR-Headset heraus, dessen Preis laut Berichten höher liegt als bei jedem bisherigen SteamVR-Gerät. Als Grund nennen Berichte eine weltweite Knappheit bei Arbeitsspeicher-Chips. Parallel dazu haben Eurogamer und PC Gamer erste Testberichte veröffentlicht, die den Ersteindruck deutlich zurückhaltender beschreiben, als es der Rekordpreis erwarten lässt.

Was bekannt ist

Valve verkauft das Steam Frame als eigenständiges VR-Headset unter der Steam-Marke, losgelöst von früherer SteamVR-Hardware wie dem Valve Index oder der HTC Vive Cosmos.

Berichte von Eurogamer und GameStar beschreiben den Preis des Steam Frame als den höchsten, den Valve bislang für ein VR-Headset verlangt. Als Grund nennen die Berichte eine weltweite Knappheit bei Arbeitsspeicher-Chips, die derzeit die Preise in der gesamten Hardware-Branche treibt.

GameStar berichtet zusätzlich über eine Registrierungs- und Reservierungsmöglichkeit, über die Interessierte sich vor dem eigentlichen Verkaufsstart eintragen können.

Parallel dazu haben Eurogamer und PC Gamer jeweils eigene Testberichte zum Steam Frame veröffentlicht. Beide beschreiben den ersten Eindruck als nüchtern: Technik und Verarbeitung überzeugen demnach zwar, ein Moment der Begeisterung bleibt bei den Testern aber aus.

Einordnung

Valve hat seine bisherige VR-Hardware nie am oberen Ende des Marktes positioniert. Der Index startete deutlich unterhalb heutiger High-End-Headsets der Konkurrenz. Dass das Steam Frame laut Berichten nun teurer ausfällt als jedes frühere SteamVR-Gerät, verschiebt diese Position spürbar.

Die genannte RAM-Knappheit betrifft nicht nur Valve: Speicherchips sind seit Monaten knapp und teuer, was auch Grafikkarten und Spielekonsolen verteuert. Für ein Headset mit eigener Recheneinheit schlägt das stärker durch als bei Zubehör, das auf einen angeschlossenen PC angewiesen ist.

Der zurückhaltende Ton der ersten Tests verschärft die Ausgangslage. Ein hoher Preis lässt sich leichter rechtfertigen, wenn ein Produkt einen klaren Sprung nach vorn markiert. Beschreiben die ersten Reviews stattdessen einen Ersteindruck ohne Überraschungsmoment, steht das Steam Frame vor der schwierigeren Aufgabe, Käufer allein über technische Werte zu überzeugen. Wer sich für ein Headset aus dem Steam-Ökosystem entscheidet, zahlt derzeit mehr als für frühere Generationen und trifft diese Entscheidung auf Basis von Tests, die selbst zurückhaltend ausfallen.

Was offen ist

Die vorliegenden Berichte nennen weder einen konkreten Preis in Euro oder Dollar noch ein festes Verkaufsdatum für das Steam Frame. Ebenso bleibt unklar, wie lange die RAM-Knappheit anhält und ob Valve den Preis nach dem Start anpasst.

Quellen

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