Blizzard sperrt erste WoW-Forever-Spieler wegen der neuen Nachnamen
Das Nachnamen-System war zwei Tage alt, da fielen die ersten Sperren – und Blizzard kündigt zugleich an, Käufer von Echtgeld-Gold „sehr aggressiv" zu bestrafen.
Blizzard hat die ersten Spieler von World of Warcraft Forever gesperrt, weil sie das neue Nachnamen-System für anstößige Namen genutzt haben. Zwischen dem Start der Funktion im Test und den ersten Sperren lagen nach den Berichten rund zwei Tage. Fast zeitgleich stellte Blizzard klar, dass es Spieler, die Gold mit echtem Geld kaufen, „sehr aggressiv" bestrafen werde.
Was bekannt ist
World of Warcraft Forever gibt jedem Charakter zusätzlich zum Vornamen einen frei wählbaren Nachnamen. Für dieses zweite Feld gelten dieselben Namensregeln wie für das erste.
Die Testspieler nutzten die neue Freiheit sofort aus. Die Berichte aus dem Test beschreiben anzügliche und beleidigende Namen, die ihre Wirkung erst aus der Kombination von Vorname und Nachname ziehen.
Blizzard antwortete darauf mit Konto-Sperren. Die ersten Fälle wurden öffentlich, als die Funktion wenige Tage alt war.
Unabhängig davon äußerte sich Blizzard zum Handel mit Spielgold. Wer Gold mit echtem Geld kauft, soll „sehr aggressiv" bestraft werden. Die Ansage nennt die Käuferseite, nicht nur die Verkäufer.
Einordnung
Ein zweites Namensfeld vergrößert die Fläche für Regelverstöße überproportional. Vorname und Nachname können jeder für sich harmlos sein und erst zusammen eine Beleidigung ergeben. Eine Prüfung, die nur ein Feld betrachtet, greift in diesem Fall ins Leere. Genau dieses Muster ist im Test aufgetaucht.
Dass Blizzard bereits im Test Konten sperrt und nicht nur Namen beanstandet, setzt den Maßstab für den Start. Der Nachname ist Teil des Charakternamens und wird wie dieser moderiert.
Die Goldkauf-Warnung passt in dieselbe Linie: Regeln werden durchgesetzt, bevor das Spiel im Alltag ankommt. Bemerkenswert ist, wen die Ansage adressiert. Bestraft werden soll, wer kauft, also die Nachfrage, die den Markt überhaupt trägt. Die Formulierung „sehr aggressiv" kündigt dabei Härte an, ohne eine konkrete Strafe zu benennen.
Für Spieler laufen beide Punkte auf dasselbe hinaus. Das Risiko liegt beim Konto, nicht beim Namen und nicht beim eingesetzten Geld.
Was offen ist
Wie viele Konten betroffen sind, sagen die Berichte nicht. Offen ist auch, ob die Sperren befristet oder dauerhaft sind und ob beanstandete Namen zurückgesetzt werden, statt das Konto zu treffen. Blizzard hat außerdem nicht benannt, welche Strafe Goldkäufer konkret erwartet und ab wann die angekündigte Härte gilt.
Quellen
- PC GamesWoW Forever: Erste Banns nach dem Start der neuen Nachnamen
- GameStarNeue Nachnamen in WoW Forever sorgen für Chaos
- EurogamerWorld of Warcraft Forever character surnames are getting naughty
- PC GamerBlizzard warns World of Warcraft Forever players it will 'very aggressively' punish anyone who buys gold with real money




