
Xbox-Chefin Asha Sharma: Xbox steht nicht zum Verkauf
Das Dementi folgt auf einen Bericht über eine erwogene Abspaltung und soll Zweifel an Microsofts Bekenntnis zum Gaming-Geschäft ausräumen.
Xbox steht nicht zum Verkauf. Das sagt Asha Sharma, Chefin von Microsofts Gaming-Sparte, in einem Interview mit The Verge. Sie reagiert damit auf Spekulationen, Microsoft könne sich von Xbox trennen.
Was bekannt ist
Sharma hat die Verkaufsgerüchte in einem Interview mit The Verge zurückgewiesen. Ihre Kernaussage ist eindeutig formuliert: Das Gaming-Geschäft von Microsoft sei nicht zu haben.
Eurogamer und Video Games Chronicle haben die Aussage aufgegriffen. Beide Häuser geben das Dementi in derselben Richtung wieder: Microsoft wolle Xbox behalten, ein Verkauf stehe nicht zur Debatte.
Auslöser der Debatte war ein Bericht von The Information. Demnach sollen Nadella und Hood an der Spitze von Microsoft eine Abspaltung von Xbox erwogen haben. Sharmas Interview ist die erste deutliche Antwort aus der Gaming-Sparte selbst auf diesen Bericht.
Das Dementi betrifft den Verkauf. Es ist eine Aussage der Xbox-Chefin, keine formale Erklärung des Microsoft-Vorstands.
Einordnung
Zwischen einem Verkauf und einer Abspaltung liegt ein Unterschied. Ein Verkauf bedeutet, dass Xbox einen neuen Eigentümer bekommt. Eine Abspaltung kann auch heißen, dass die Sparte rechtlich oder organisatorisch eigenständiger wird, ohne dass Microsoft sie abgibt. Sharmas Satz schließt den ersten Fall aus. Wie weit er den zweiten abdeckt, hängt davon ab, wie genau man ihre Worte liest.
Für Spieler ist das Dementi trotzdem ein Signal. Wer in Konsolen, Abonnements oder digitale Bibliotheken investiert hat, will wissen, ob der Anbieter langfristig dabei bleibt. Die Chefin der Sparte bindet sich mit ihrer Aussage öffentlich an Microsoft als Eigentümer.
Für Studios und Partner zählt die Aussage ebenso. Gerüchte über einen Eigentümerwechsel verunsichern Teams und erschweren Planungen über mehrere Jahre. Ein klares Nein von der Spitze soll diese Unsicherheit begrenzen.
Zugleich zeigt der Bericht von The Information, dass über die Zukunft der Sparte auf höchster Ebene gesprochen wird. Ein Dementi beendet die Frage nach der Strategie nicht, es beantwortet nur die nach dem Verkauf.
Was offen ist
Die Quellen sagen nicht, ob Microsoft eine Abspaltung ohne Verkauf weiterhin prüft. Offen ist auch, welche konkreten Schritte die Gaming-Sparte nach dem Dementi plant und ob sich Nadella oder Hood selbst zu dem Bericht äußern.
Quellen
- The VergeXbox is not for sale, says Asha Sharma
- EurogamerXbox not for sale, says CEO Asha Sharma
- Video Games ChronicleXbox CEO Asha Sharma insists Microsoft's gaming business is not for sale




